Pressemeldungen

Volkswagen-Boxer-Freunde organisieren Oldtimerforum

5. Treffen alter Karossen am 16. August

Haan. (BL). Es ist das mittlerweile fünfte Jahr in Folge, in dem die Volkswagen-Boxer-Freunde aus dem Bergischen Land (VWBBL) zum gemeinsamen Treffen auf das Gelände des Autohauses »Altmann Autoland« einladen. 

Das Oldtimer-Treffen an der Düsseldorfer Straße hat mittlerweile schon Tradition in Haan. 

Doch bei der kommenden Veranstaltung am Sonntag, 16. August, gibt es eine Neuerung: »Die Betonung liegt diesmal auf Oldtimer. Uns zwar laden wir alle Oldtimer - fabrikatsungebunden - ein«, beschreibt Markus Niegel von den VWBBL. Die Fahrzeuge, die vor Ort zu bewundern sein werden, rollen dabei jedes Jahr in größerer Schlagzahl auf den Hof: Neben VW Käfer, Karmann Ghia und Fridolin wird es an dem Sonntag also einige andere Schmuck-Karossen zu bewundern geben. Typisch für den Tag sind die Benzingespräche zwischen den Besitzern, bei denen es um den Austausch von Tipps und Ratschlägen zu den Kultautos geht. Einige Fahrzeuge werden auch wieder mit Pokalen geehrt und darüber hinaus wird ein kostenloser Teilemarkt vor Ort sein. Allen Besuchern und auch den kleinen Gästen wird bei diesem Event jede Menge geboten: »Gegen Mittag kommt ein Eiswagen, und Kinderschminken sowie eine Hüpfburg sind ebenfalls organisiert«, so Markus Niegel. Für das leibliche Wohl ist natürlich auch gesorgt. Wie in den vergangenen Jahren wird aus dem Erlös an die Haaner Tafel gespendet. 

Wochenpost Mettmann / Haan / Hilden 31.07.2015  - Archivfoto: Bettina Lyko

Markus Niegel aus Haan

Schuppen-Käfer

Nach fast 35 Jahren im Holzschuppen hat mein VW Käfer von 1957 im Jahr 2008 zum zweiten Mal das Licht der Welt erblickt. Den Wagen meines elterlichen Freundes Fritz holte ich mit ihm zusammen für den Auftritt zum Jubiläum eines Autohändlers aus dem Schuppen im Garten. Es war für mich Liebe auf den ersten Blick.

Dank Fritz' Maßnahmen hatte das Export-Modell in Diamantgrau-Metallic die Zeit seit Herbst 1973 gut überstanden. Nach der Veranstaltung beim Autohändler fragte ich Fritz, ob ich den Käfer langsam an die neue Straßenverkehrsordnung gewöhnen und ein paar sicherheitsrelevante Teile austauschen dürfe.

Kurzerhand schenkte mir Fritz sein Schätzchen im Originalzustand. Nur zwei Bitten hatte er: Ich durfte den Wagen nicht Rot lackieren und nicht verkaufen. Diesen Bitten folge ich bis heute gerne und widme diese Zeilen meinem Freund Fritz und seiner Frau Ellen. Ihr macht mir mit eurem VW Käfer eine große Freude.

Markus Niegel, Haan

Quelle: RP Foto:Archiv RP - Online

Eine gute Tat - Spende an die Tafel

Haan (BL). Die Volkswagen-Boxer-Freunde aus dem Bergischen Land (VWBBL) richteten in diesem Jahr ihr großes Come-Together bereits zum vierten Mal in Haan aus. Bei dem Treffen am 24. August auf dem Gelände des Autohauses »Altmann Autoland «rollten rekordverdächtige 230 Fahrzeuge an, darunter jede Menge restaurierter VW Käfer, Karmann Ghia, Fridolin, Bullis und andere Karossen. Dabei wurde den Besuchern wieder ein kleines Rahmenprogramm geboten, außerdem gab es Würstchen, Kuchen und Getränke. Das besondere daran: Den Erlös daraus spenden die VWBBLer jedes Jahr an die Haaner Tafel. Vergangene Woche konnten sie dem Geschäftsführer vom SKFM Hubert Gering einen Scheck in Höhe von 700 Euro überreichen.
Passend zum Thema Auto berichtete Hubert Gering bei der Spendenübergabe, dass die Suche nach Sponsoren für den Tafel-Lieferwagen Früchte getragen habe. Die WOCHENPOST hatte dazu im Juli ein ausführliches Interview veröffentlicht.
Viele Haaner zeigen Flagge und nehmen an der besonderen Werbe-Sponsoring-Aktion teil: »Wir sind mit der Finanzierung zu 80 Prozent durch«, beschrieb Hubert Gering. Für alle, die jetzt noch nachziehen möchten: Es gibt also noch einzelne freie Werbeflächen auf dem neuen Tafel-Wagen, der im Dezember den alten Wagen ablösen soll. Nach sieben Jahren ist dieser technisch und wirtschaftlich nicht mehr tragbar. Hinzu kommt, dass er nur eine gelbe Umweltplakette hat und somit nicht mehr überall fahren darf.

 

Foto und Text: Bettina Lyko Bericht aus der Wochenpost, Lokalteil für Haan, vom 22.9.2014.


Alles original – sogar der Lack

Boxer-Motoren sind die Leidenschaft von Markus Niegel, der einen 54 Jahre alten VW Käfer fährt.

Westdeutsche Zeitung Ausgabe Mettmann - Haan / Hilden  16.August 2011 von Hanna Ziegler

Gruiten. Seine Haut ist empfindlich, mit den glänzenden Jungspunden kann er heute nicht mithalten. Dafür ist er weltgewandt. In Skagen war er, hat vier Alpenpässe überwunden. Doch diese Reisen liegen schon einige Jahrzehnte zurück. Heute genießt er seinen beschaulichen Ruhestand in Gruiten.

Für Markus Niegel ist der alte VW Käfer mehr als nur ein Auto. Dessen ganzen Lebenslauf hat Niegel sich erzählen lassen und aufgeschrieben. Doch noch lieber erzählt er die Geschichten selbst.

Während er neben dem 54 Jahre alten Käfer steht und spricht, wandert sein Blick über den Lack, dann stockt er kurz und rubbelt mit dem Daumen einen kleinen Fleck auf der Kofferraumhaube weg.

„Das gibt es kaum noch, dass ein Oldtimer noch original lackiert ist“, sagt Niegel. Eine Schramme im Lack wäre so ziemlich das Schlimmste, was passieren könnte. Denn dieses spezielle „Diamantgrau Metallic“ gibt es nicht mehr. Eine exakte Nachmischung ist unmöglich.

Seit dem Jahr 2007 gehört dem 45-Jährigen der Käfer mit Boxer-Motor. Hubraum: 1200 Kubikzentimeter. PS: 30. Landstraßentempo, mehr ist mit dem Schätzchen nicht drin. „Das macht nichts, da kriegt man ein ganz anderes Verhältnis zur Zeit“, sagt Niegel.

Zuvor ruhte das Gefährt 34 Jahre lang unter einer verstaubten Plane im Schuppen des Vorbesitzers. Einmal pro Jahr wurde es gewaschen und mit neuem Mottenpapier ausgelegt. Rund 1000 Euro und eine neue 6-Volt-Batterie waren nötig, um den Käfer wieder flott zu machen.

„Die träumen noch von Lamborghinis.“

Markus Niegel über die Auto-Leidenschaft seiner beiden Söhne

Dank der simplen Technik kann der Autoverkäufer das meiste selbst reparieren. „Wenn es komplizierter wird, habe ich einen befreundeten Schrauber, der hilft“, sagt Niegel. Aus der Garage geholt wird der Oldtimer, Baujahr 1957, nur bei gutem Wetter. Schließlich sollen die Chromleisten keinen zusätzlichen Rost ansetzen.

Auf dem – natürlich originalgetreuen – Dachgepäckträger ist stets ein brauner Lederkoffer geschnallt. Ein Kofferraum an ungewohnter Stelle. „Da kommen Einkäufe rein“, sagt Niegel. Zu schade sei etwa ein ausgelaufener Joghurt auf den braun-beige karierten Sitzbezügen.

 

Wirtin stellte ein Schild auf: „Für den Käfer mit dem Koffer“

 

Der Koffer ist mittlerweile zu einem Markenzeichen in der Gegend geworden, sagt Niegel: „Bei der Kommunion meines Sohnes hat die Wirtin eine Tafel auf den Parkplatz des Restaurants gestellt, auf dem stand: Für den Käfer mit dem Koffer.“

Auf seine beiden Söhne, der Ältere ist zwölf Jahre alt, ist die Leidenschaft für alte Schätzchen indes noch nicht übergesprungen. „Die träumen noch von Lamborghinis“, sagt Niegel.