Treffen 2017

Mehr als 250 Fahrzeuge kamen zum Käfer-Treffen bei Altmann.

Ein „Einzelkind“ war auch da. So bezeichnet Walter Büttgens sein VW Käfer-Cabriolet, Baujahr 1965. Den Spitznamen hat er seinem Wagen gegeben, weil viele seiner Bekannten der „Käferfreunde Pendelachse“ aus Düsseldorf mehrere der alten Kultfahrzeuge besitzen. Er selbst trägt sich auch mit dem Gedanken, sich noch einen Bulli anzuschaffen. Dann bräuchte er allerdings einen neuen Namen für sein Einzelkind. 

Was so auf dem Käfer- und Bulli-Markt zu haben ist, davon konnte sich Büttgens beim siebten Treffen der luftgekühlten VW Boxer auf dem Gelände des Autohauses Altmann ein Bild machen. Er und mehr als 250 weitere Liebhaber der Kultfahrzeuge waren am vergangenen Sonntag mit ihren Schätzchen dorthin gekommen. Stoßstange an Stoßstange standen sie dort, um bewundert zu werden. 

Ihre innige Zuneigung zu ihren Gefährten zeigt sich am durchweg gepflegten Zustand der Fahrzeuge. Da macht auch Markus Niegel keine Ausnahme. Der Ehemann der Altmann-Chefin Birgit Niegel organisiert das jährliche Treffen. Seine Augen strahlen, wenn er von den Vorteilen der Kugel-Porsche erzählt, an luftgekühlte Vier-Zylinder-Boxermotoren denkt oder dessen typisches Motor-Klingeln hört. 

Den meisten Käfer-Liebhabern auf dem mit Oldtimern zugeparkten Gelände des Autohauses geht es ähnlich. Überall stehen sie vor den Fahrzeugen. Hin und wieder wird ein Kofferraum geöffnet. Der ist beim Käfer vorn. Tipps machen die Runde, Erfahrungen werden ausgetauscht, Ausfahrten vereinbart und Termine der nächsten Treffen abgestimmt. Käfer- und Bulli-Fahrer sind eine große Familie. 

Immerhin war der Käfer mit mehr als 21,5 Millionen Fahrzeugen das meistverkaufte Auto der Welt – bevor er 2002 vom VW Golf überholt wurde. Davon profitieren die Fans noch heute. „Es gibt genug Ersatzteile“, sagt Niegel. 

Auf Originalteile und -zubehör legen die Fahrer großen Wert. Viele bauen die Teile dann auch selbst ein, denn „die Autos kann man noch selbst reparieren“, weiß der Veranstalter aus eigener Erfahrung. 

Seine Zuneigung zu den alten Fahrzeugen geht – wie bei den anderen Käferfreunden auch – sogar so weit, dass alles, was mit dem VW Käfer zu tun hat, auf dem Gelände des Opel-Autohauses ausgestellt werden darf. Etwa bei der Sonderausstellung „Sonderkarossen auf VW-Chassis“. Dort, bei den sogenannten Replica, stehen Bugattis und Porsche, die auf einem Käfer-Fahrwerk aufgebaut wurden. Schön anzusehen, aber eine so innige Beziehung wie zu seinem Käfer würde Niegel zu diesen Wagen wahrscheinlich nicht aufbauen können. Von dem kennt er sogar den Geburtstag: „Am 18. Dezember wird er 60.“ Dann bekommt er einen Jubiläumskranz auf den Lack. Mick

(Text: Haaner Treff.de 07.09.2017 - Fotos: Huhn-Fotografie)